Seit 1957
Die Geschichte der Linde
Zum 60-jährigen Bestehen der Linde gab es eine Festschrift. Darin steht ein Gedicht, das erzählt, wie aus dem Dorfgasthaus in St. Nikolaus, dem Ortsteil von Kaltern, den man hier nur „Niklas" nennt, ein Haus für Feriengäste wurde.
60 Jahre
des isch a longe Zeit...und drum isch es a dr Wert,dass man drüber schreibt!!!
Es beginnt 1957. Mit Andi Dietl und seiner Frau Traudl kamen die ersten Urlauber aus Heppenheim. Andi organisierte jedes Jahr Busreisen nach Kaltern, und Bauer Günther brachte die Gäste mit seinem Fahrer Lenz über den Brenner und durchs Eisacktal bis zur Endstation in der Linde. Dort wurden die Zimmer verteilt, und die Koffer kamen mit dem Schubkarren zu den Quartieren. Der Weg war manchmal weit.
Abends aber kamen alle wieder in der Linde zusammen, und mit einem guten Glas Wein begann der Urlaub. Genau so ist es bis heute geblieben, und genau deshalb steht das Gedicht hier.
Wir lassen das Gedicht so, wie es geschrieben wurde: im Südtiroler Dialekt, mit allen Eigenheiten. Wer etwas nicht versteht, fragt uns einfach am Tisch.
Das Gedicht aus der Festschrift
In dem Goschthaus weard gfeiert so monches Feschtund so longsom kemmen nocher die Ferien-Gäscht’.Den touristischen Aufschwung hot die Lindeund Niklas ab 1957 mitn Dietl Andi und seiner Frau, dr Traudl, erlebt.der Name Dietl und Heppenheim hot unser Leben geprägtDr Andi hot jährlich einige Busreisen noch Kaltern organisiertund dr Bauer Günther mit seinem Fohrer Lenz hot die Gäscht’ übern Brenner kutschiert.Vom Brenner durchs Eisacktol geben sie leimer Gasbis zur Endstation in dr Linde af Niklas!!!Do geahts nocher auf mitn Zimmer vertoalndie Kuffer wearn mitn Schubkorrn zu die Quartiere gfohrnDr Weg wor monchmol gonz schean weitund die Gäscht hot des net ollm gfreutober af Nocht kemmen olle wieder in dr Linde zommund mit an guatn Glasl Wein fongt dr Urlaub schean on!!!